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Willkommen an Bord: Jan David Ott wird Teil der Futurewise Company

Wir freuen uns sehr, Jan David Ott bei der Futurewise Company willkommen zu heiĂźen.

Als Facilitator for Long-Term Strategic Decision-Making & Change begleitet Jan David Aufsichtsräte, Vorstände und Executives dabei, Zukunft nicht nur zu diskutieren, sondern Wandel aktiv zu fĂĽhren. Sein Fokus liegt auf langfristig tragfähigen Entscheidungen – besonders unter unsicheren Zukunftsbedingungen.

Jan David studierte Jura, Geschichte und Romanistik und verbrachte mehrere Jahre im Ausland – unter anderem in Europa, den USA und dem Nahen Osten. Diese internationale Erfahrung prägt bis heute seinen Blick auf Führung, Transformation und komplexe Entscheidungsprozesse.

Als Geschäftsführer eines Hamburger Callcenters und Leiter des Moskauer Büros des Deutsch-Russischen Forums an der Deutschen Botschaft verbindet er unternehmerische Praxis mit Erfahrung an der Schnittstelle von Wirtschaft, Politik und internationalem Dialog.

Seit 2021 arbeitet er im Bereich Corporate Foresight. Ergänzt wird seine Praxis durch Ausbildungen als interkultureller Mediator sowie als Coach, Trainer und Change Manager.

Mit Jan David stärken wir gezielt unsere Kompetenz in den Bereichen Executive Facilitation, Leadership under Uncertainty und Change. Er bringt die Fähigkeit mit, auch in anspruchsvollen Situationen Klarheit zu schaffen, Perspektiven zusammenzufĂĽhren und strategische Bewegung zu ermöglichen.

Willkommen an Bord, Jan David. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zukunft.

Was ist eine Keynote Speech?

Wer eine Konferenz, eine Messe oder einen Unternehmenskongress besucht, begegnet frĂĽher oder später dem Begriff Keynote. Doch was steckt eigentlich dahinter – und warum hat sich das englische Lehnwort auch im deutschen Sprachraum so fest etabliert?

Der Begriff und seine Herkunft

Der Ausdruck Keynote stammt aus der Welt der Vokalmusik. A-cappella-Ensembles – ob Doo-Wop-Gruppen oder Barbershop-Quartette – spielen oder singen vor jedem Auftritt gemeinsam einen einzigen Ton an. Dieser Ton legt die Tonart fest, in der das StĂĽck aufgefĂĽhrt wird, und stimmt alle Sängerinnen und Sänger aufeinander ein. Ăśbertragen auf die Welt des öffentlichen Redens bedeutet das: Der Keynote-Speaker stimmt sein Publikum auf die Kernbotschaft einer Veranstaltung ein – er gibt den Grundton an, nach dem sich alles Folgende richtet.

„Der Keynote-Speaker stimmt sein Publikum auf die Kernbotschaft ein – er gibt den Grundton an.”

Im Deutschen spricht man auch von einem Plenarvortrag â€“ einem Vortrag vor allen Teilnehmenden im Plenum einer Konferenz. In der Praxis hat sich jedoch der englische Begriff weitgehend durchgesetzt, selbst in deutschsprachigen Veranstaltungsprogrammen.

Funktion und Bedeutung

Eine Keynote ist weit mehr als eine Eröffnungsrede. Sie legt das inhaltliche und emotionale Fundament fĂĽr das gesamte Programm: Sie greift die wichtigsten Themen der Tagung oder Messe vorweg, stellt herausragende Neuheiten vor und rahmt die Botschaft, die alle weiteren Sessions und Diskussionen durchziehen soll. Die Keynote gibt Orientierung – sie beantwortet fĂĽr das Publikum die Frage: Warum sind wir heute hier?

WUSSTEN SIE SCHON?

Bei groĂźen Kongressen können mehrere Keynotes parallel stattfinden. Zunehmend wird der Begriff auch als Synonym fĂĽr Plenarsitzung oder eingeladener Vortrag verwendet – mit einer Eröffnungs-Keynote, einer abschlieĂźenden Keynote und weiteren Keynotes dazwischen.

Zeitliche Einordnung

Häufig steht die Keynote am Anfang einer Veranstaltung – aber nicht zwingend. Sie kann auch in der Mitte als motivierende Überleitung oder am Ende als inspirierende Abrundung platziert werden. Die Entscheidung, wann eine Keynote stattfindet, hängt von der dramaturgischen Absicht der Veranstaltenden ab.

Wer hält eine Keynote?

Keynote-Speaker sind meist Persönlichkeiten mit hohem Bekanntheitsgrad oder ausgewiesener Expertise: FĂĽhrungskräfte, Unternehmer, Politiker, Spitzensportler oder renommierte Wissenschaftler. Gerade in akademischen Kontexten – etwa bei HochschulabschlĂĽssen – werden diese Reden oft als Commencement Speech bezeichnet und von eingeladenen Prominenten oder Wissenschaftlerinnen gehalten.

Die Auswahl des richtigen Speakers ist strategisch bedeutsam: Eine bekannte Persönlichkeit oder jemand mit anerkannter Fachkompetenz steigert die Attraktivität der Veranstaltung und weckt das Interesse potenzieller Teilnehmender bereits im Vorfeld.

Die Rolle des Keynote-Speakers

Oft geht die Aufgabe eines Keynote-Speakers über den Vortrag selbst hinaus: In manchen Formaten übernimmt er oder sie auch die Rolle des Konferenz-Moderators und begleitet das gesamte Programm. So entsteht ein roter Faden, der die Veranstaltung inhaltlich zusammenhält.

Honorar und Vermittlung

Keynote-Speaker sind entweder selbstständig tätig oder werden von spezialisierten Redneragenturen – sogenannten Speakers Bureaus â€“ vertreten. Wird ein Speaker ĂĽber eine Agentur gebucht, fällt ĂĽblicherweise eine Provision von 25 bis 30 Prozent an. Nach gängiger Branchenpraxis trägt der Speaker selbst diese Provision, sodass das Honorar fĂĽr den Auftraggeber transparent und einheitlich bleibt.

Keynote vs. Plenarvortrag: Ein kultureller Unterschied?

Obwohl Plenarvortrag die treffende deutsche Entsprechung wäre, signalisiert der Begriff Keynote heute mehr als nur ein Format: Er steht fĂĽr einen bestimmten Anspruch an Inszenierung, Relevanz und Strahlkraft. Nicht zuletzt durch tech-geprägte GroĂźveranstaltungen – man denke an die legendären Präsentationen von Apple – hat sich die Keynote als eigenständiges Kommunikationsformat etabliert, das weit ĂĽber eine schlichte Eröffnungsrede hinausgeht.

Komplex vs. kompliziert: Warum wir adaptive Handlungsstrategien brauchen

Kann ein Schmetterling wirklich einen Tornado auslösen?
Wahrscheinlich werden wir es nie erfahren. Und genau das ist der Punkt.

Denn selbst wenn wir nie mit Sicherheit sagen können, ob der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien tatsächlich einen Tornado in Texas auslöst – wir müssen trotzdem mit dem Tornado umgehen lernen.

Der Schmetterlingseffekt: Warum kleine Ursachen große Wirkungen haben können

Der sogenannte Schmetterlingseffekt ist eine Metapher aus der Chaostheorie, geprägt vom Meteorologen Edward Lorenz. Seine These: Winzige Veränderungen in einem Ausgangszustand können – ĂĽber viele Wechselwirkungen hinweg – massive Auswirkungen haben.

Ein minimal veränderter Messwert, ein kleiner Impuls, ein scheinbar irrelevantes Ereignis kann ein ganzes System in eine andere Richtung kippen.

Das berühmte Beispiel mit dem Schmetterling und dem Tornado ist deshalb weniger als naturwissenschaftliche Behauptung zu verstehen – sondern als Sinnbild für unsere Welt.

Unsere Welt ist nicht mehr kompliziert. Sie ist komplex.

Und dieser Unterschied ist entscheidend.

  • Kompliziert bedeutet: schwer verständlich, aber grundsätzlich lösbar.
    Es gibt klare Ursache-Wirkungs-Beziehungen. Mit genĂĽgend Expertise, Zeit und Analyse kommen wir ans Ziel. Ein Uhrwerk ist kompliziert.
  • Komplex beschreibt Systeme, die dynamisch, vernetzt und nicht linear sind.
    Ursache und Wirkung liegen zeitlich und räumlich auseinander, Effekte verstärken oder neutralisieren sich gegenseitig. Wetter, Verkehr, Gesellschaft – all das ist komplex.

Unsere Welt ist längst in dieser zweiten Kategorie angekommen.
Globalisierung, KI-Systeme, geopolitische Verschiebungen, Multipolarität: Eine kleine Veränderung an einer Stelle kann globale Konsequenzen haben – oft verzögert, oft unerwartet.

Warum Prognosen nicht mehr tragen

Ähnlich wie bei der Wettervorhersage gilt: Über einen gewissen Zeithorizont hinaus wird es spekulativ.
Nicht, weil wir zu wenig Daten haben. Sondern weil komplexe Systeme prinzipiell nicht stabil prognostizierbar sind.

Der Begriff VUCA (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity) ist deshalb nicht nur ein Buzzword.
Er beschreibt ziemlich treffend die Realität, in der wir heute leben.

Von der Lösung zur Anpassung

In der Vergangenheit konnten wir viele Herausforderungen analytisch lösen:

  • Problem definieren
  • Ursache identifizieren
  • Lösung implementieren

Wenn wir nur strategisch genug, tief genug und lange genug daran gearbeitet haben, ließ sich ein Problem „abschließen“.

Heute stoßen wir an eine neue Grenze: Manche Probleme lassen sich nicht final lösen. Sie bleiben in Bewegung.

Das heißt nicht, dass wir handlungsunfähig sind.
Aber es heiĂźt, dass wir anders handeln mĂĽssen.

Drei adaptive Wege, mit Komplexität umzugehen

1. Szenarien-Denken – „Was wäre, wenn …?“

Nicht mit dem Anspruch, die eine richtige Zukunft vorherzusagen.
Sondern um verschiedene mögliche Zukünfte durchzudenken – im Wissen, dass keine davon exakt so eintreten wird.

Und trotzdem steckt in jeder eine Erkenntnis, die hilft, heute bessere Entscheidungen zu treffen.

2. Futures Wheel – raus aus dem linearen Denken

Das Futures Wheel hilft, die Konsequenzen einer einzelnen Entwicklung sichtbar zu machen:

  • erste Effekte
  • zweite, dritte, vierte Ordnung
  • Wechselwirkungen, RĂĽckkopplungen, Nebenfolgen

Nicht um alles zu kontrollieren – sondern um Komplexität ĂĽberhaupt erst zu sehen.

3. Fokus auf das, was ich kontrollieren kann

Das ist der vielleicht wichtigste Punkt – und zugleich der persönlichste.

Wo fĂĽrchte ich mich vor Entwicklungen, rege mich auf, verliere Energie?
→ Das entzieht mir Handlungsfähigkeit.

Wo kann ich gestalten, entscheiden, beeinflussen – auch im Kleinen?
→ Das gibt Energie zurück. Und Agency.

Carina Stöttner im Podcast mit dem VDFU: Freizeitgeflüster

Was kommt auf die Freizeitbranche zu – und wie können wir Zukunft nicht nur ertragen, sondern aktiv gestalten? In dieser Folge von Freizeitgeflüster gilt der Blick nach vorne.

Hier geht’s zur Folge!

Stefan und Valeria sprechen mit Carina Stoettner, Zukunftsforscherin und Gründerin der Futurewise Company, über den Umgang mit Unsicherheit, gesellschaftlichen Wandel und die Rolle von Freizeitangeboten in einer Zeit voller Transformationen. Statt nostalgischem „Früher war alles besser“ geht es um konkrete Zukunftsbilder, Visionen und Handlungsfähigkeit.

Carina erklärt, warum unser Gehirn Unsicherheit meidet, weshalb Worst- und Best-Case-Denken helfen kann und wieso Visionen nicht naiv, sondern strategisch notwendig sind. Ein großes Thema ist außerdem der Einsatz von Künstlicher Intelligenz: nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Werkzeug, das Effizienz schafft – während echte menschliche Begegnungen in der Freizeitbranche immer wertvoller werden.

Gemeinschaft, Sinnhaftigkeit und modulare Angebote werden als zentrale Zukunftstreiber diskutiert. Die Folge zeigt, warum Freizeit in Zukunft fragmentierter, menschlicher und relevanter für gesellschaftlichen Zusammenhalt wird – und was Unternehmen heute schon tun können, um resilient zu bleiben.

Moderatoren in dieser Folge: Valeria Torchiaro-Steinmeier (Bavaria Filmstadt) Stefan Burian (Selbstständiger Berater)

Why I founded the Futurewise Company

For years I have been working with executive boards and decision-makers. Through Covid, a war in Europe, the energy crisis, inflation, and shattered supply chains. Amid all these upheavals, I have experienced one thing again and again: leadership no longer takes place under stable conditions, but under permanent uncertainty.

In recent months, I have conducted many of these conversations even more consciously. I asked: What is really preoccupying you right now?

The answers are astonishingly similar.

When proven business models no longer hold

Many business models – especially in our European flagship industries – are beginning to wobble. For decades, it was enough to continuously optimize existing products, processes, and structures. Efficiency was the growth driver.

The last few years, however, have shown: that is no longer enough. Optimization alone creates no new growth when markets, technologies, and geopolitical conditions shift simultaneously.

Growth does not arise in the obvious business fields, because these are heavily contested and therefore hardly profitable. The blue oceans of the future, by contrast, are not (yet) apparent at first glance – and are thus often associated with high risk. The truly effective levers therefore frequently lie precisely where uncertainty reigns – and thus also fear.

To seize these opportunities, companies must learn to break away from pure process and optimization thinking and to think more radically again. This is not a purely strategic task, but also a cultural one. The step from maximum safeguarding toward consciously taken risk is difficult, especially for organizations that have been optimized for stability for decades.

This is exactly where futures thinking comes in: as a structured space for thinking and decision-making for radical innovation.

When not deciding becomes the greatest danger

At the same time, I am experiencing a second thing, almost even more urgent: making decisions is becoming ever more difficult.

The world is not only complex, but highly volatile. Developments do not proceed linearly, forecasts quickly lose their validity. The costs of a wrong decision have risen massively – financially, politically, culturally. In many industries, a great deal is at stake, often the economic substance itself.

The consequence: things are postponed, put on hold, analyzed further. Better to make no decision than the wrong one. But that is precisely what is fatal in a time when other players have long been trying to gain sovereignty over our economic and technological future.

Scenario work comes in at exactly this point. It creates no certainty in the classic sense, but orientation. It helps to systematically think through possible futures, to weigh options against one another, and to make decisions not from the gut, but out of an expanded understanding of the future.

Why I want to do my part

The founding of the Futurewise Company arose from precisely these observations.
I want to do my part to help European companies become capable of action again, not despite uncertainty, but with it.

My goal is to understand resilience not merely defensively, but as the foundation for new growth. Not as a retreat to what has proven itself, but as a conscious opening toward new futures. Toward business models that will still hold in five, ten, or fifteen years.

Futurewise supports leadership teams in opening up exactly these spaces: for radical thinking, for well-founded decisions, and for an economy that once again shapes its own future.

Yours,

Carina Stöttner

Wie können Unternehmen Szenarien nutzen?

Wenn Unternehmen ĂĽber Zukunft sprechen, tun sie das oft implizit so, als gäbe es die eine Zukunft: eine Prognose, eine Zielzahl, einen strategischen Plan. Doch gerade in Zeiten hoher Unsicherheit greift dieses Denken zu kurz. Märkte, Technologien und gesellschaftliche Rahmenbedingungen entwickeln sich nicht linear – und genau hier kommen Szenarien ins Spiel.

Was sind Szenarien?

Szenarien sind keine Prognosen und keine Vorhersagen. Sie beschreiben alternative, in sich konsistente ZukĂĽnfte, die auf unterschiedlichen Annahmen ĂĽber zentrale Einflussfaktoren beruhen.

In der deutschsprachigen Zukunftsforschung – etwa bei Rolf Kreibich – wird Zukunft häufig in unterschiedliche Kategorien unterteilt:

  • mögliche ZukĂĽnfte: alles, was prinzipiell eintreten könnte
  • wahrscheinliche ZukĂĽnfte: das, was unter heutigen Annahmen als plausibel gilt
  • wĂĽnschenswerte ZukĂĽnfte: das, was wir aktiv anstreben wollen

Szenarien bewegen sich genau in diesem Spannungsfeld. Sie machen sichtbar, dass Zukunft kein feststehendes Ziel ist, sondern ein Gestaltungsraum, in dem Entscheidungen von heute Weichen stellen.

Wozu nutzt man Szenarien?

1. Ein klareres Bild möglicher Zukünfte gewinnen

Szenarien helfen, Komplexität zu strukturieren. Statt einer diffusen „Zukunftsunsicherheit“ entstehen konkrete Bilder:

  • Wie könnten sich Märkte entwickeln?
  • Welche KundenbedĂĽrfnisse könnten dominieren?
  • Welche externen Kräfte verändern unser Spielfeld?

Diese Bilder ersetzen keine Entscheidung – aber sie schaffen eine gemeinsame mentale Landkarte, auf der Entscheidungen getroffen werden können.

2. Klarheit im FĂĽhrungsteam schaffen

In vielen FĂĽhrungsteams wird zwar viel ĂĽber Zukunft gesprochen, aber selten ĂĽberprĂĽft, ob alle ĂĽber dieselbe Zukunft sprechen. Szenarien legen implizite Annahmen offen:

  • Meinen wir Wachstum im bestehenden Markt – oder in völlig neuen Feldern?
  • Gehen wir von Stabilität aus – oder von tiefgreifender Disruption?

Szenarien machen Unterschiede sichtbar, ohne sie sofort auflösen zu müssen. Allein diese Transparenz schafft oft enorme Klarheit und verbessert die Qualität strategischer Diskussionen.

Szenarien als Projektionsfläche für Strategie und Initiativen

Ein besonders wirkungsvoller Aspekt von Szenarien ist ihre Funktion als Projektionsfläche. Bestehende Initiativen, Projekte oder Investitionen lassen sich gezielt gegen verschiedene Szenarien spiegeln:

  • FĂĽr welches Szenario ist diese Initiative eigentlich sinnvoll?
  • Welchen Kunden adressieren wir dort?
  • Was passiert, wenn wir im „falschen Szenario“ investieren?

So wird sichtbar, wo Aktivitäten am gewĂĽnschten Ziel vorbeilaufen – oder wo Ressourcen auf Annahmen beruhen, die implizit bleiben. Szenarien schaffen damit nicht nur Orientierung, sondern helfen auch, strategische Inkonsistenzenaufzudecken.

Szenarien als Exploration neuer Geschäftsmöglichkeiten

Szenarien sind nicht nur ein Instrument zur Absicherung, sondern auch zur Exploration. Indem alternative Zukunftsbilder bewusst durchgespielt werden, entstehen neue Fragen:

  • Welche Geschäftsmodelle wären in diesem Szenario attraktiv?
  • Welche Kompetenzen wĂĽrden wir dort benötigen?
  • Wo entstehen neue Wertschöpfungsketten oder Kundensegmente?

Gerade jenseits des bestehenden Kerngeschäfts entfalten Szenarien ihre kreative Kraft. Sie legitimieren es, über Möglichkeiten nachzudenken, die heute noch unrealistisch erscheinen – aber morgen strategisch relevant sein könnten.

Risiken antizipieren, bevor sie akut werden

Ein weiterer zentraler Nutzen von Szenarien liegt in der frĂĽhzeitigen Antizipation von Risiken. Statt erst zu reagieren, wenn Veränderungen bereits eingetreten sind, ermöglichen Szenarien ein vorausschauendes Fragen:

  • Welche Entwicklungen könnten unser Geschäftsmodell unter Druck setzen?
  • Wo liegen potenzielle BrĂĽche, Abhängigkeiten oder Kipppunkte?
  • Welche FrĂĽhindikatoren sollten wir beobachten?

Risiken werden dadurch nicht eliminiert – aber sie werden denkbar, diskutierbar und handhabbar.

Wir nutzen Szenarien in einer Vielzahl unserer Projekte.

Warum Offsites für Vorstände immer wichtiger werden

Der Begriff Offsite ist längst kein Buzzword mehr. Immer mehr Vorstände ziehen sich bewusst für ein oder mehrere Tage aus dem operativen Alltag zurück – raus aus dem Büro, weg von E-Mails, Termindruck und Status-Meetings. Doch was genau ist ein Vorstands-Offsite eigentlich – und warum erlebt dieses Format gerade so viel Zuspruch?

Was ist ein Vorstands-Offsite?

Ein Vorstands-Offsite ist ein bewusst gestalteter strategischer Arbeitsraum außerhalb des Tagesgeschäfts. Im Fokus stehen nicht operative Entscheidungen, sondern die großen Fragen:

  • Ist unsere strategische Richtung noch die richtige?

  • Welche Annahmen ĂĽber Markt, Kunden und Wettbewerb tragen (noch)?

  • Wo mĂĽssen wir nachschärfen, wo neu denken?

Offsites schaffen Distanz – räumlich wie mental. Genau diese Distanz ist oft notwendig, um festgefahrene Denkmuster zu verlassen und wieder strategische Klarheit zu gewinnen.

Warum immer mehr Vorstände auf Offsites setzen

Die Rahmenbedingungen haben sich fundamental verändert. Märkte werden volatiler, technologische Entwicklungen schneller, geopolitische und gesellschaftliche Faktoren schwerer vorhersehbar. Klassische Vorstandssitzungen stoßen hier an ihre Grenzen.

Offsites bieten:

  • Zeit zum Denken, nicht nur zum Entscheiden

  • Alignment im Gremium, jenseits formaler Beschlusslagen

  • Raum fĂĽr offene Diskussionen, Unsicherheiten und kontroverse Perspektiven

Kurz: Offsites werden zum strategischen Resonanzraum in Zeiten permanenter Unsicherheit.

Warum Foresight im Offsite besonders wirksam ist

Viele Offsites drehen sich um Strategie – aber häufig bleibt der Blick erstaunlich nah an der Gegenwart. Zahlen, Forecasts und bekannte Wettbewerber dominieren. Genau hier entfaltet Foresight seine Stärke.

Foresight hilft, Strategie nicht nur als Fortschreibung bestehender Trends zu verstehen, sondern als bewusste Auseinandersetzung mit möglichen, wahrscheinlichen und wünschbaren Zukünften. Statt nur zu fragen „Was passiert nächstes Jahr?“, geht es um:

  • Welche grundlegenden Verschiebungen prägen unseren Markt?

  • Welche Annahmen könnten sich als falsch erweisen?

  • Welche ZukĂĽnfte mĂĽssen wir heute schon mitdenken?

Gerade im Offsite-Kontext entsteht dadurch ein gemeinsames Zukunftsverständnis im Vorstand – eine oft unterschätzte Grundlage für tragfähige Entscheidungen.

Unsicherheit produktiv nutzen

Foresight macht Unsicherheit nicht kleiner, aber handhabbar. Szenarien, Zukunftsbilder und strukturierte Exploration helfen, sich nicht von Unsicherheit lähmen zu lassen, sondern sie als strategische Ressource zu nutzen. Entscheidungen werden dadurch robuster – nicht weil sie sicherer sind, sondern weil sie mehrere mögliche Zukünfte berücksichtigen.

Unser Ansatz: Der beste Outcome fĂĽr den Vorstand

Die Futurewise Company verfolgt dabei ein klares Ziel: den bestmöglichen Outcome für Vorstände und Führungsgremien zu erzielen. Kein Methoden-Fetischismus, keine Standardformate – sondern das, was in der konkreten Situation wirklich hilft.

Methodisch vielseitig – strategisch klar

Je nach Fragestellung kombinieren wir im Offsite-Setting unterschiedliche Ansätze:

  • Foresight, um langfristige Entwicklungen, Unsicherheiten und Szenarien zu erschlieĂźen

  • Change Management, um strategische Einsichten anschlussfähig zu machen

  • Innovationsmanagement, um neue Geschäftsfelder und Optionen zu explorieren

  • Organisationsentwicklung, um Struktur, Kultur und Entscheidungslogiken mitzudenken

Diese Methoden setzen wir nicht nebeneinander, sondern im Wechsel ein – immer orientiert an der Dynamik des Gremiums und der strategischen Fragestellung.

Der Challenger-Blick aufs Big Picture

Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist der Challenger-Blick. Wir moderieren nicht nur, wir spiegeln, hinterfragen und erweitern Perspektiven. Immer mit dem Blick auf das groĂźe Ganze:

  • Wohin entwickelt sich der Markt wirklich?

  • Welche externen Kräfte werden heute unterschätzt?

  • Welche strategischen Optionen werden (noch) nicht gesehen?

Gerade Vorstände profitieren davon, einen Sparringspartner zu haben, der nicht Teil der internen Logik ist – und genau deshalb andere Fragen stellen kann.

Why foresight and family businesses fit together so well

Symbolic image of family businesses: Carina Stöttner at the Otto Group’s #CRX24 with then-CEO Alexander Birken

Family businesses tick differently. Anyone who works with them regularly quickly senses it: here it is not just about quarterly figures, but about responsibility, continuity, and the question of what the company should be in ten, twenty, or thirty years. That is precisely why family businesses are often surprisingly foresight-minded â€“ even if they would not always call it that themselves.

Three reasons why we particularly enjoy working with family businesses

1. Thinking in generations
While many organizations are heavily oriented toward short-term goal achievement, family businesses often think in generations. Decisions are measured not only by whether they work today, but by whether they are also viable for the next generation. This long-term thinking is the ideal foundation for strategic futures work.

2. Long-term stability over short-term profit
In family businesses, the sustainable stability of the company often takes precedence over short-term return optimization. That creates room: for strategic debates, for uncomfortable questions – and for engaging with possible futures that lie beyond the status quo.

3. Economic reserves enable risk-taking
Many family businesses have solid economic cushions. That does not mean they act carelessly – on the contrary. But it does mean that they can afford to take targeted risks, to explore new fields, and occasionally to pursue trains of thought whose return is not immediately measurable.

Why foresight work is particularly worthwhile in family businesses

As forward-looking as family businesses often are in their attitude – strategically, much nonetheless remains in optimization mode.

Strategy as fine-tuning rather than reinvention
In many family businesses, strategy primarily means: improving existing business models, becoming more efficient, securing market share. Radical reinvention or systematic exploration of new business fields takes place more rarely. This is exactly where foresight comes in: not as a replacement for existing strategies, but as an expansion of the space for thinking.

Success breeds tunnel vision
Many family businesses have been successful in the market for decades – in some cases for more than a hundred years. This success is an enormous strength, but it can also lead to tunnel vision. When a business model has worked well for a long time, it is hard to imagine that the rules of the game could change fundamentally. Here, foresight deliberately introduces an outside perspective: across industries, across markets, and fed by insights from other industries and customer markets.

Niches under pressure to change
Hidden champions in particular often operate in very specific niches. These niches are highly profitable today – but not necessarily future-proof. New technologies, regulatory changes, or shifting customer needs can cause a niche to lose significance in a new market environment. Foresight helps to recognize early on which niches remain stable, which transform – and where new ones might emerge.

Globally positioned – but often without a structured future radar

Many family businesses have long been active globally. They know international markets, serve different customer needs, and are open to new things. What is often lacking, however, are structured tools to systematically analyze this diversity and translate it into strategic options.

This is where foresight unfolds its full effect:

  • Future trends are not considered in isolation, but in their interactions.
  • Uncertainties are not suppressed, but deliberately used to develop robust strategies.
  • New markets, customer needs, and business models are not discovered by chance, but explored in a targeted way.

With our structured futures-thinking approach, the future thus becomes not an abstract vision, but a concrete strategic field of work.

To our offering

Keynote Speaker - Carina Stöttner

Carina Stöttner ist viel gebuchte Keynote Speaker, CEO und Gründerin der Futurewise Company.

Als gefragte Rednerin, darunter beim Handelsblatt, Google, Otto, internen Mitarbeiter-Events oder großen Verbänden, bereitet sie ihre Themen zielgruppenspezifisch auf. Dabei spricht sie über Themen wie die Zukunft der Industrie, Gesellschaftsthemen, zukünftige Konsument:innen oder darüber, wie Unternehmen Zukunftsdenken lernen können und mit den vielen Unsicherheiten in der Welt umgehen lernen. Mehr zu ihren Themen finden Sie hier.

Ihre Perspektive auf die Welt

Schon als Kind wollte sie die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten – als Astronautin, um sie von oben zu sehen, oder als Autorin, um sie durch die Augen anderer zu beschreiben. Diese Makro-Perspektive prägt sie bis heute. Sie studierte Kommunikationswissenschaften und Soziologie und konzentrierte sich früh auf interdisziplinäre Forschung. Drei Jahre bevor ChatGPT erschien, führte sie Interviews mit Chatbots und untersuchte, wie Kommunikation mit KI Gesellschaft verändern könnte – damals ein Nischenthema, das sie als hochrelevant für die Zukunft einschätzte.

Zweifache GrĂĽnderin

Folgerichtig führte ihr Weg in die Zukunftsforschung. Mit 27 Jahren war sie Mitgründerin von Themis Foresight und baute den Thinktank zu einer der führenden europäischen Adressen für Zukunftsforschung auf. Statt Zukunft vor allem zu analysieren und zu beschreiben, wollte sie sie konsequent in unternehmerisches Handeln übersetzen – und gründete in der Folge die Futurewise Company. Ihr Ziel ist es, europäische Unternehmen handlungsfähig zu machen – nicht trotz Unsicherheit, sondern mit ihr. Resilienz versteht sie dabei nicht defensiv, sondern als Grundlage für neues Wachstum: nicht als Rückzug auf das Bewährte, sondern als bewusste Öffnung für neue Zukünfte und tragfähige Geschäftsmodelle.

Futurewise begleitet Führungsteams dabei, genau diese Räume zu öffnen – für radikales Denken, fundierte Entscheidungen und eine Wirtschaft, die ihre Zukunft wieder selbst gestaltet.

Internationale Erfahrungen und BĂĽhne

Ihre Laufbahn führte sie früh in Vorstandsetagen und rund um den Globus. Durch einen Doppelmaster in Deutschland und Italien, Wohnorte in ganz Europa sowie die Arbeit mit internationalen Teams entwickelte sie ein feines Gespür für globale Dynamiken und interkulturelle Kommunikation. Das Thema Zukunft bringt sie heute in Vorträgen und Panel-Diskussionen auf internationale Bühnen und eröffnet neue Perspektiven auf Zukunftsplanung, Führung sowie wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Weitere Informationen zu ihrem Speaking-Profil finden sich bei Premium Speakers.